Künstliche Intelligenz und die Bedeutung für Deinen Arbeitsplatz

(ein Gastbeitrag von Marco)

In diesem Artikel von Heise Online wird ein Thema aufgegriffen, das im letzten Wahlkampf und der öffentlichen Diskussion kaum eine Rolle spielte aber jede Familie auf die eine oder andere Art betreffen wird: in den kommenden Jahrzehnten wird die Digitale Revolution unsere Gesellschaft umgestalten in einem nie zuvor gekannten Ausmaß. Niemand kann behaupten, die Folgen und wer wann in welchem Maße davon betroffen sein wird vorhersagen zu können. Wir befinden uns mitten in einem der größten Veränderungsprozesse der Menschheit aber versuchen mit alten Rezepten auf diese neuen Herausforderungen zu antworten.

Unter anderem ist dabei die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz ein wichtiger Faktor. Es geht schon lange nicht mehr nur um einfache Arbeitsplätze am Fließband oder um Reinigungsroboter sondern mittel- und hochqualifizierte Arbeitsplätze werden durch Software ersetzt.

Das Bedingungslose Grundeinkommen könnte ein Teil der Antwort auf diese Herausforderungen sein, aber dafür müssen wir das Finanzierungsproblem lösen. Und das hängt am Ende an der Frage der gerechten Verteilung – und damit an einer grundlegenden Reform des Steuersystems, die auf dem Weg durch die Parlamente schon viele Male gescheitert ist.

Wie also kann es uns gelingen, eine gerechte Gesellschaft unter diesen Bedingungen zu gestalten, die mit den Grundwerten der Aufklärung vereinbar ist? Gibt es einen Weg, das BGE praktisch umzusetzen ohne diese Hürden nehmen zu müssen?

Ideen, Vorschläge und Anregungen auf welchem Weg wir das erreichen können gerne über die Kommentare oder per Mail.

Hiermit möchte ich außerdem erinnern: morgen den 11.4.2018 läuft ab 18:45 Uhr Free Lunch Society im Lichtspiel, der Eintritt ist kostenfrei.

 

weitere Links:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/digitalisierung-wird-jeden-zehnten-die-arbeit-kosten-15428341.html

https://www.heise.de/tp/features/800-Millionen-Jobs-sollen-weltweit-durch-Automatisierung-verloren-gehen-3904767.html

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Bamberger Agenda21-Kino zeigt am 11. April Free Lunch Society

Liebe Freunde des Grundeinkommens in Bamberg und Umgebung!

Im Januar kam die Nachricht über die Premiere von „Free Lunch Society“, eine Dokumentation über das Bedingungslose Grundeinkommen etwas plötzlich. Zugegebenermaßen auch für mich. Deswegen hat sich die Kino-Gruppe der Bamberger Transition-Initiative daran gemacht, den Film noch einmal zu zeigen und hat als Kooperationspartner Change e.V.  und Attac Bamberg gewinnen können. Der Eintritt ist diesmal frei und anschließend wird bei selbst gemachten Häppchen über Film und Thema diskutiert. Und wann??free_lunch.png

Am Mittwoch, 11.04.2018 um 18:45 Uhr im Lichtspiel Kino Bamberg, Untere Königstraße 36.

Ich würde mich freuen, einige von euch dabei zu treffen!

Und wenn ihr wissen wollt, wie es um die aktuelle Debatte um das Grundeinkommen steht, empfehle ich euch den Newsletter des Netzwerks-Grundeinkommen. Gerade vor dem Hintergrund der aufgeflammten Hartz-IV-Debatte und den Unstimmigkeiten in der SPD ist der doch sehr beachtenwert.

Viele Grüße
Lorenz

Free Lunch Society – eine Bamberger Filmkritik

poster_zoomAm 1. Februar feierte „Free Lunch Society„, ein Dokumentarfilm über die Perspektiven eines Bedingungslosen Grundeinkommens, Kino-Premiere. Auch das Bamberger Lichtspiel, bekannt und geschätzt für politisches Kino, zeigte den Film des Österreichers Christian Tod. Am Premieren-Mittwoch fand en über 40 Interessierte den Weg in den gemütlichen Kinosaal, bei der Wiederholung am Donnerstag noch immerhin 22. Bedenkt man dabei die ungewöhnliche Anfangszeit von 18:30 Uhr sind das zumindest respektable Zahlen für einen zugegebenermaßen nicht massentauglichen Film. Laut Kinobetreiber war die Grundstimmung unter den Besuchern positiv. „Free Lunch Society“ sei sehenswert, da er zum Nachdenken und zur Diskussion anregen würde, so der Tenor des Publikums. Natürlich waren auch Aktivisten aus der Grundeinkommensbewegung vor Ort. Bamberger trafen und vernetzten sich mit Aktiven aus Coburg und Kronach und kamen nach dem Film mit weiteren Kinobesuchern zusammen, um Film und Thema intensiv zu diskutieren.

Im Folgenden einige Statements aus der Gesprächsrunde.

Und übrigens: im April möchte die Bamberger Transition-Initiative den Film noch einmal zeigen und anschließend eine Podiumsdiskussion über das Bedingungslose Grundeinkommen veranstalten. Wenn ein genauer Termin feststeht, wird er hier und auf Facebook umgehend bekannt gegeben.

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Aufsatz zu meiner wissenschaftlichen Arbeit

Das Bedingungslose Grundeinkommen – Konsequenzen für Arbeit, Berufswahl und Bildung

In einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit im Rahmen des Lehramtsstudiums für berufliche Schulen fragte ich nach möglichen Konsequenzen des BGE für Arbeit, Berufswahl und Bildung. Der Fokus lag dabei auf dem Bereich der Berufswahl. 16 Personen im Alter zwischen 14 und 40 Jahren mit verschiedensten Bildungskarrieren befragte ich im Winter 2013/14 zu ihrer Berufswahl und wollte dabei die Potenziale des Grundeinkommens ausloten, ohne die Gesprächspartner vorher mit diesem unbekannten oder eventuell bereits besetzten Begriff zu konfrontieren. Um möglichst unvoreingenommenes Antworten zu ermöglichen, versetzte ich die Befragten in ein Lotto-Szenario:

Stell dir vor, du gewinnst im Lotto und kriegst den Gewinn nicht auf einmal ausgezahlt, sondern bekommst jeden Monat 1000 Euro (je nach Umfeld/Wohnort auch mehr oder weniger) auf dein Konto überwiesen. Du hättest also ein sicheres Einkommen, für das du nicht arbeiten müsstest. Womit würdest du dann deine Zeit verbringen?

Selbstverständlich sind die Ergebnisse nicht repräsentativ. Doch sie lassen erahnen, welch positive Dynamik die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens zur Folge hätte. Deutlich wurde beispielsweise, dass die Neigungsorientierung bei der Berufswahl eine größere Rolle spielen würde, diese sich aber auf ganz unterschiedliche Art und Weise ausdrücken kann.

In einem Aufsatz für das Netzwerk Grundeinkommen habe ich zentrale Erkenntnisse aus den Interviews dargestellt. Hier geht es zum Artikel.

Die gesamte Arbeit steht hier außerdem zum Download bereit.

Spielerisch zum Grundeinkommen – weils so schön war, gleich nochmal!

Spielspaß, Wunschpunsch, Plätzchen und vor allem viele spannende Diskussionen gab es gut eine Woche vor Weihnachten bei unserem Spieleabend mit dem „Gesellschafts-Spiel“ zum Grundeineinkommen. Und weil wir in knapp drei Stunden nicht mal fertig geworden sind, gibt es nun eine Neuauflage!

Am 31. Januar 2017 um 19:30 Uhr im Stephanshof Bamberg (Raum „Kinderkirche“, 1. Stock)!

Ursprünglich war 19 Uhr geplant. Zu der Zeit war aber leider kein Raum mehr verfügbar.

Mit dem „Gesellschafts-Spiel“ möchten wir erfahren, wie ein Grundeinkommen unser persönliches und gesellschaftliches Leben verändern könnte und darüber ins Gespräch kommen. Gleichzeitig bietet der Abend die Möglichkeit, sich über weitere Aktionen im Wahljahr 2017 auszutauschen. Dabei freuen wir uns über alt-bekannte Gesichter ebenso wie über neue!

Wer kommen möchte, wird gebeten, sich unverbindlich und gerne auch anonymisiert in dieser doodle-Liste einzutragen, damit wir besser planen können: http://doodle.com/poll/zi2rnvpz2afki8nt.

Toll wäre es außerdem wenn ihr – wie beim letzten Mal auch – einen Beitrag zur Verpflegung leisten könntet. Häppchen, Chips, Getränke… was euch einfällt oder ihr noch daheim habt!

Alle Infos zum Spiel gibt es übrigens auf http://www.das-gesellschafts-spiel.de/

Und Bilder vom letzten Mal hier: https://www.facebook.com/begehbar/posts/740236536142565

 

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Vorweihnachtliche BGE- und Regionalgeld-Veranstaltungen in Bamberg

Aus der aktuellen Rundmail:

In den nächsten Tagen und Wochen stehen einige interessante kostenfreie Veranstaltungen in Bamberg  auf dem Plan, die wir entweder selbst mit angestoßen haben oder an denen wir zumindest beteiligt sind.

Auf einem Blick:

  • ZUM JAHRESABSCHLUSS! – Donnerstag, 15.12.16 um 19 Uhr (Ort wird noch bekannt gegeben): Spieleabend mit dem „Gesellschafts-Spiel“ zum Grundeinkomme

    Website zum Spiel: http://www.das-gesellschafts-spiel.de/

 

Im Detail:

Heute wollen wir uns in lockerer Kino-Atmosphäre anschauen, wie es anderswo von der Idee einer Regionalwährung bis zu ihrer Umsetzung gekommen ist und uns dabei auch Anregungen für unsere eigene Arbeit holen. Nach dem Film wird bei leckeren Häppchen noch munter diskutiert.

lokallokal-regionalwahrungNächste Woche wird es dann im lokal-Lokal schon etwas ernster zur Sache gehen. Auf dem Podium werden neben mir Vertreter von Initiativen sitzen, die der Regionalgeldidee ähnliche Konzepte bereits umgesetzt haben, wie zum Beispiel die CITY SCHEXS des Stadtmarketings und der Regnitz-Taler der Heldschen Apotheken. Dabei möchten wir herausfinden, welche Motivationen hinter den verschiedenen Systemen stecken und uns dabei klarer werden, wie „unsere“ Regionalwährung aussehen sollte. Das Plakat zur Veranstaltung hängt an und darf sehr sehr gerne ausgedruckt und aufgehängt bzw. als Flyer verteilt werden!

Zum Jahresabschluss soll es dann aber auch noch mal gemütlich werden. Und da haben wir uns diesmal etwas ganz anderes überlegt: wir möchten mit euch, euren Freunden und allen, die sonst noch Lust darauf haben, spielerisch erfahren, wie Grundeinkommen unser Leben und die Gesellschaft verändern könnte – und nicht wieder „nur“ darüber philosophieren und debattieren. Bei Punsch und Plätzchen kommen sicherlich noch einmal ganz andere Aspekte zum Vorschein – darauf sind wir gespannt! Allerdings brauchen wir dafür eure Unterstützung! Das Orga-Team trifft sich nämlich bereits eine Woche vorher, am Mittwoch, den 7.12. um 20 Uhr im Dachgeschoß des Evangelischen Studierendengemeinde (esg) um das Spiel zu erproben und den gemütlichen Abend zu planen. Wir würden uns freuen, wenn da noch die eine oder der andere dazu stoßen würde! Auch hier können wir uns ja mit Glühwein und Punsch selbst versorgen. Eine Bitte: wer zum Vorbereitungstreffen und/oder dem „echten“ Spieleabend kommen möchte, trägt sich doch bitte in der verlinkten doodle-Tabelle (http://doodle.com/poll/zi2rnvpz2afki8nt) ein – unverbindlich und wenn erwünscht gerne auch anonymisiert. Auch so können wir besser planen, denn je nach Teilnehmerzahl leihen wir uns bei den Spieleentwicklern mehr oder weniger Exemplare aus.

 

Was sonst so los ist:

Seit dieser Woche kann man per Unterschrift die neu gegründete Partei „Bündnis Grundeinkommen“ unterstützen uns somit seinen Beitrag für deren Zulassung zur Bundestagswahl 2017 leisten. Unter https://by.buendnis-grundeinkommen.de/unterstuetzerunterschriften/ steht, wie das geht. Das dort verlinkte Formular werde ich bei den anstehenden Veranstaltungen auch dabei haben. So können wir uns dort auch über dieses Thema unterhalten.

 

Wir freuen uns also möglichst viele von euch in nächster Zeit mal wieder zu sehen und wünschen trotz der Termine auch schon mal eine besinnliche Adventszeit!

 

Farbenlehre und BGE (2): Grüne Koalitionen pro Grundeinkommen?

Farbenlehre und BGE fertig

Anlässlich der heutigen Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und der in zwei Wochen anstehenden in Berlin, sowie dem offensichtlich beginnenden Bundestagswahlwampf und dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend startete Anfang September eine Reihe von Posts unter dem Titel „Politische Farbenlehre zum Bedingungslosen Grundeinkommen“.

Hier geht es zu Teil 1: Was uns der Wahl-o-mat verrät.

Dabei wurden die Stellungnahmen der Parteien, die sich in zwei Wochen für das Berliner Abgeordnetenhaus (Landtag) zur Wahl stellen, zu der Frage, ob Berlin sich für das BGE einsetzen soll, überprüft. Am prominentesten taten sich dabei die in Berlin nach wie vor recht populären Piraten hervor. Da diese jüngst gemeinsam mit Vertretern der LINKEN und GRÜNEN eine überparteiliche BGE-Veranstaltung organisierten, ist anzunehmen, dass diese grün-rot-orange Koalition wohl mit Blick aufs Grundeinkommen am vielversprechendsten wäre. Nun sind die Piraten nach anfänglichen Erfolgen auf Landesebene jedoch in der bundespolitischen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Anders natürlich die LINKE und GRÜNEN. Letzteren werden sogar große Chancen einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl 2017 zugetraut. Das geht aus dem ARD-Deutschlandtrend vom 1. September hervor. Zu bemerken ist, dass diese Zahlen stets mit Vorsicht genossen werden sollten und rundein Jahr vor der Bundestagswahl nur begrenzt aussagekräftig sind. Doch um ein Stimmungsbild zu zeichnen, und dieses dann auf seine Perspektiven bezüglich des Grundeinkommens zu überprüfen, eignen sie sich allemal.

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Farbenlehre und BGE (1): Was uns der Wahl-o-mat verrät

Farbenlehre und BGE fertig

Anlässlich der anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, sowie dem offensichtlich beginnenden Bundestagswahlwampf und dem aktuellen ARD-Deutschlandtrend startet heute eine Reihe kleiner Posts unter dem Titel „Politische Farbenlehre zum Bedingungslosen Grundeinkommen“. Gerne würde ich dabei auch Fragen aus der Runde beantworten.

Los geht es mit dem Tipp, den Wahl-o-mat zur Wahl des Abgeordnetenhauses in Berlin mal zu erproben. These 13 lautet: „Berlin soll sich für ein Bedingungsloses Grundeinkommen einsetzen“. Von den aktuell im Bundestag vertretenen Parteien stimmt dabei keine dieser These zu.
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