„Was fehlt, wenn alles da ist“ – Philip Kovce in Coburg

Es ist still geworden um „begehebar“, die Bamberger BGE-Initiative. Wohl auch auf Grund meines Referendariats, dessen erstes Jahr nun zu gut zwei Dritteln vorüber ist. Ein erster Wiederbelebungsversuch anlässlich des einijährigen Bestehens der Gruppe scheiterte. Mitte/Ende April dann ein neuer Anlauf – diesmal erfolgreicher!

Die befreundete Co4375418_1_schweiz_270416burger Initiative „Kulturimpuls Grundeinkommen“ hatte zu einer Veranstaltung geladen, die man sich als Verfechter des Bedingungslosen Grundeinkommens kaum entgehen lassen konnte: Daniel Häni, Gesicht der Schweizer Volksinitiative Grundeinkommen, und Philip Kovce, junger aber bereits sehr renommierter Philosoph, waren angekündigt, aus ihrem gemeinsamen Buch „Was fehlt, wenn alles da ist“, zu lesen, über die am 5. Juni anstehende Schweizer Volksabstimmung zum BGE zu berichten und zu diskutieren.

Das Coburger Haus Contact bot dafür den idealen Rahmen: ein sehr schöner, geräumiger Saal, in dem immerhin drei Aktive der Bambgerger BGE-Gruppe Platz fanden. Mehr hätten aber auch kaum untergebracht werden können. Denn der Saal war voll, was zeigt: das gesellschaftliche Interesse am Grundeinkommen ist groß. Dass Kovce den Vortrag alleine bestreiten musste, tat der Qualität keinen Abbruch. Humorvoll entlarvte er die Widersprüche, in die sich manch BGE-Kritiker verstricken und auch Befürwortern gab er neue Denkanstöße. Schöne und auch umfassende Zusammenfassungen des Abends liefern die Onlineauftritte der Lokalzeitungen infranken.de und Neue Presse Coburg.grundeinkommen13

Wem außerdem eine Leseprobe des Buchs nicht reicht, dem sei dieser Mitschnitt einer ähnlichen Veranstaltung mit Häni und Kovce empfohlen.

Der Auftritt Kovces in Coburg war inspirierend. Denn er zeigte zum Einen, dass es einem um die Grundeinkommen-Bewegung nicht bange sein muss. Mit den seltener werdenden öffentlichen Auftritten Götz Werners war lange die Sorge verbunden, unsere Idee könnte nicht mehr stark genug in die Welt getragen werden. Es zeigt sich zunehmend: diese Sorge ist unberechtigt! Die nächste Generation hat bereits übernommen. Zum anderen stärkte der Vortrag auch wieder die Lust am eigenen Engagement.

Am Mittwoch den 8. Juni ist Christian Gelleri zu Gast in Bamberg , um über die Regionalwährung „Chiemgauer“ zu referieren. Angestoßen wurde die Veranstaltung von unserer BGE-Initiative, der das Thema Regionalgeld seit jeher ein großes Anliegen ist. Dank der Kooperation zwischen der Transition-Initiative, der wir uns zugehörig fühlen, und dem Evangelischen Erwachsenenbildungswerk, ist sie nun möglich geworden. Wir möchten  weiterhin die Frage stellen, ob ein – wenn auch nicht im Sinne der vier Kriterien bedingungsloses – Grundeinkommen mittels Regionalwährung auch in kleinerem Rahmen eingeführt und getestet werden könnte. Wer sich mit uns auf die Suche nach Antworten machen möchte, sollte sich den 8. Juni, 19:30 Uhr schon jetzt dick und fett im Kalender anstreichen!

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